Homöopathische Arzneimittel

Die homöopathischen Heilmittel kommen aus dem Reich der Pflanzen, der Metalle der Mineralien, und aus dem Tierreich. Auch aus Krankheitsprodukten werden einige Arzneimittel hergestellt, diese nennt man Nosoden.
Die Stoffe werden nicht nur verdünnt, sondern durch Verreibung oder Verschüttelung potenziert. Auf diese Weise entfalten sie ihre Heilkraft, je höher die Potenz je kräftiger werden sie.
Die besondere Zubereitung der Arzneien verhindert eine giftige Wirkung auf den menschlichen Organismus. Ab D24 und ab C4 sind keine toxischen Wirkstoffe mehr nachweisbar.

Die potenzierte Substanz alleine stellt noch kein homöopathisches Mittel dar. Erst durch seine Anwendung beim Kranken, welcher ähnliche Symptome aufweist, wird es homöopathisch. Das alleinige  pauschale  Verschreiben von sogenannten homöopathischen Mitteln, auch Komplexmittel genannt, kann man daher nicht als eine homöopathische Behandlung betrachten.

Einzelmittel, minimale Dosis, Langzeitwirkung und Wirkungsspektrum

Einzelmittel
Es wird nur eine einzige Substanz verordnet, dass „SIMILE“.
Die Verabreichung erfolgt in Form von Globuli, Tabletten oder in Tropfen.

Dosis
Die Wiederholung des Mittels wird auf das Minimum beschränkt, denn zu frühe Wiederholungen führen zum Stopp des Heilprozesses. In akuten Erkrankungen muß häufiger wiederholt werden, weil der Körper die Mittel schneller verbraucht. Dosierung und Wiederholung wird dem Krankheitszustand individuell angepasst.

Wirkungsdauer
Die Mittelgabe gleicht einem Depot. Daher kann die Wirkung vor allem in chronischen Fällen oder bei einer Konstitutionsbehandlung sehr lange anhalten.  Es wird nur wiederholt, wenn eine Heilreaktion ausgeschlossen wurde und die Wirkung auch aus Sicht des Behandlers zum Stillstand gekommen ist.

Wirkungsspektrum
Die homöopathischen Arzneimittel haben unterschiedliche Wirkungsbereiche bezüglich ganz bestimmter Organe und Körperfunktionen. Dieser Bezug bestimmt seinen Wirkungsbereich.
Der organische Wirkungsbereich und die Wirktiefe des einzelnen Mittels sind wesentliche Faktoren für deren Einsatz. Sie bestimmen, ob die Mittel in akuten oder chronische Fällen eingesetzt werden, wie häufig sie wiederholt werden dürfen oder müssen, und wie schnell eine Linderung zu erwarten ist.

Das ein homöopathisches Mittel "nicht hilft" liegt nicht an der Homöopathie!
Es liegt daran, dass das Mittel entweder wiederholt werden muß oder ein Folgemittel nötig ist. In manchen Fällen kann es auch an der Dosierung liegen.

 

Wirkung
Homöopathische Arzneimittel sind dynamischer Art, welche durch  ihre energetische Schwingung auf Resonanz beim Kranken stößt. Dadurch wird die Selbstheilungskraft des Patienten auf individuelle Art angeregt, unabhängig davon welchem Krankheitserreger oder welcher Verletzung er ausgesetzt war. Und das bei Jung und Alt, bei akuten sowie chronischen Erkrankungen.

Die Homöopathie

  • wirkt auf Psyche und Körper gleichermaßen.
  • Ihre Wirkung ist schnell, mild, tief und lang anhaltend. Sie unterstützt den körpereigenen Heilungsprozeß ohne Nebenwirkungen oder Folgeerkrankungen.
  • Die Homöopathie wird eingesetzt, um Operationen zu verhindern oder hinauszuzögern sowie
  • chirurgische Nebenwirkungen oder Folgen zu verhindern.
  • Während einer homöopathischen Behandlungen stellen wir fest, dass die schulmedizinischen Medikamente wieder besser wirken können und
  • Nebenwirkungen schulmedizinischer Medikamente sich reduzieren.
  • Der Patient wird dabei unterstützt so wenig wie möglich Medikamente einnehmen zu müssen oder ganz auf sie verzichten zu können.
  • Die Homöopathie fördertdie Heilung oder lindert dort wo keine Heilung mehr zu erwarten ist
  • Sie fördert die Lebensfreude und somit die Lebensqualität – auch bei  unheilbaren Erkrankungen.


Kleine Dosis mit großer Wirkung!

 

Die Heringschen Gesetze zum Verlauf des Heilungsprozesses

Der Heilungsprozess muß in folgende Richtungen verlaufen:

  • Von innen nach außen, von wichtigen zu weniger wichtigen Organen, vom Zentrum zur Peripherie. Zuerst wird der Patient sich psychisch/geistig besser fühlen. - Dann werden die lebenswichtigen Organe (Herz, Lunge, Niere usw.)besser, in lebensbedrohlichen Zuständen passiert es gleichzeitig. Zuletzt werden die übrigen Körperteile (Gelenke, Haut usw. ) gebessert. Wenn ein Patient unter mehreren Beschwerden leidet, werden diese ebenfalls nach diesem Prinzip geheilt; so wird z.B. ein Asthma vor einer Hautkrankheit verschwinden.
  • Von trocken zu feucht (Haut, Schleimhaut,...Absonderungen, Ausscheidungen)
  • Von oben nach unten. So werden zum Beispiel bei Schmerzen an mehreren Gelenken zuerst der Nacken und die Schultern besser, dann Hüfte, Knie und zuletzt die Füße.
  • In umgekehrter Reihenfolge, d.h. die Symptome, die zuletzt aufgetreten sind, verschwinden als erstes.
  • Von der Destruktion zum Chronischen
  • vom Chronischen zum Akuten
  • vom Akuten zum Gesunden (umgekehrt zur Entwicklung der Krankheit)

 

Bei jeder medizinischen Behandlung von Symptomen ist zu beachten, dass der Heilungsverlauf grundsätzlich nach den Heringschen Gesetzen erfolgen sollte. Geschieht das in eine andere Richtung haben wir eine Unterdrückung vorliegen. Unterdrückungen können durch Salben, Medikamente oder Operationen geschehen.

Die Behandlung sollte auf die Ursache der Störung(z.B. Unfall, Impfung, Ärger...) eingehen und bei der dynamischen Ebene der Selbstheilungskraft ansetzen und sie stärken.

Beispiel
    korrekter Heilungsverlauf „von innen nach außen“:
    ein trockener Husten wird produktiv, Auswurf ist möglich und die Nase läuft
    
    falscher Heilungsverlauf „von außen nach innen“:
    ein Schnupfen wird behandelt und nun entwickelt der Patient eine chronische Bronchitis

Heilreaktion

A) Heilreaktionen bei der Behandlung von akuten Erkrankungen/Zuständen
In der Akutbehandlung sind keine „Erstverschlimmerungen“ zu erwarten. Hier muß der akute Zustand nach der Arzneimitteleinnahme eine Beruhigung zeigen, z.B.:
der Patient kann gut schlafen, schwitzen, er wird ruhiger und entspannter,
oder er wird wacher und vitaler wirken, ansprechbarer sein, Schmerzen werden besser ausgehalten, die Hautfarbe wird blasser oder rosiger, ...

B) Heilreaktionen bei der Behandlung von chronischen Erkrankungen/Zuständen
Nach der Einnahme eines homöopathischen Mittels kommt es oft, insbesondere bei der Behandlung chronischer Leiden, zu einer vorübergehenden Verstärkung der körperlichen Beschwerden - oder alte Symptome treten wieder auf. Diese sogenannte „Erstverschlimmerung“ ist positiv als „Heilreaktion“ zu bewerten, die von selber wieder verschwindet.
Sie entspricht einem inneren Reinigungsprozeß, da die Lebenskraft stimuliert und der Organismus zur Selbstheilung angeregt wurde.Gleichzeitig mit der Heilreaktion finden wir eine Besserung erst der seelischen Verfassung und dann der Hauptbeschwerde vor.
Bei chronischen Behandlungen können die Mittel sehr lange wirken und so können auch noch nach einem halben Jahr „Heilreaktionen“ auftreten.


Hier einige Beispiele von Symptomen, die bei einer „Erstreaktion“ auftreten können und als Heilreaktionen anzusehen sind:

  • entspannter, gelassener in Konflikten, läßt mehr Nähe zu
  • Situationen können klarer betrachtet werden, entscheidungsfreudiger
  • mitteilsamer, zu mehr Abgrenzung fähig
  • weinen, welches erleichtert
  • der Schlaf ist besser
  • mehr und häufigeres Wasserlassen oder Stuhlen
  • Kopfschmerzen oder Rückenschmerzen für kurze Zeit
  • ein Hautausschlag erscheint vorübergehend
  • das Asthma bessert sich, und ein Hautausschlag erscheint
  • ein kleiner Infekt oder eine vorübergehende Entzündung erscheint
  • vorübergehend vermehrte Absonderungen, vermehrtes Schwitzen
  • auftretende Symptome ähnlich früherer Erkrankungen verschwinden von selber wieder. Es handelt sich hierbei um alte Krankheitssymptome, die nun von der Lebenskraft bearbeitet werden.


 

Zu Beachten

bei jeder medizinischen Behandlung von Symptomen ist zu beachten:

  • Homöopathische Mittel sollten wenn möglich nicht mit der Hand berührt werden, ansonsten die Hände danach heiß abwaschen
  • Homöopathische Mittel sollten nicht in der Nähe von stark riechenden Substanzen wie z.B. Parfum aufbewahrt werden, auch nicht neben elektrischen Geräten oder Handys.
  • Vor oder nach der Einnahme des Mittels sollte mindestens 15 Minuten  lang nichts getrunken oder gegessen werden.
  • Frauen sollten - außer in Notfällen - keine homöopathischen Arzneimittel während der Menstruation einnehmen.
  • Kampher- und Eukalyptus- haltige Produkte (Medikamente, Salben, Öle, Saunaaufgüße, Bonbons) sollten unbedingt vermieden werden, da diese die Wirkung fast jedes homöopathischen Mittels aufheben. Ätherische Öle sollten ebenfalls vermieden werden, da sie die Wirkung von homöopathischen Mitteln abschwächen können.
  • Pfefferminze (frisch) in Maßen oder in Teemischungen ist unproblematisch. In Einzelfällen kann ein hoher Konsum die Wirkung bestimmter Mittel ab schwächen.
  • Kaffee schwächt eventuell die Wirkung der homöopathischen Mittel ab. Bei gewissen Mitteln hebt sogar schon eine einzige Tasse Kaffee die Mittelwirkung völlig auf! Allgemeine Empfehlung: Reduzieren Sie Ihren Kaffeekonsum auf maximal 1-2 Tassen pro Tag. Als Ersatz empfehle ich Ihnen Getreidekaffee. Falls Sie gar keinen Kaffee trinken dürfen, wird es Ihnen ihre Homöopathin mitteilen.
  • Der Heilungsprozeß wird durch Drogen negativ beeinflußt.
  • Behandlung mit Akupunktur sollten auf jeden Fall mit der Homöopathin abgesprochen werden, wann eine solche Behandlung sinnvoll sein kann oder wann sie den eingeleiteten Heilprozeß stoppen könnte.
  • Nach der Mitteleinnahme sollten keine weiteren Medikamente, auch  keine homöopathischen Mittel(z.B.Schüsslersalze), ohne Rücksprache  mit Ihrer behandelnden Homöopathin eingenommen werden.
  • Auch während der Erstreaktionen/Heilreaktionen sollten keine Mittel eingenommen werden, bevor Sie mit Ihrer behandelnden Homöopathin gesprochen haben.
  • Lebensnotwendige Medikamenten sind davon ausgenommen.